bodyRealities

Foto © Isuru Perera

Der Körper ist ein lebendiges Zeichen seiner Kultur, sowie seines örtlichen und architektonischen Lebensraumes.

Die DIN A 13 tanzcompany geht in der Tanz-/Videokunstproduktion bodyRealities der Frage nach, welchen Einfluss Orte, Landschaften und Schauplätze persönlicher Erlebnisse für das individuelle Körpergedächtnis haben und in welcher Weise sich diese Orte in der Körperbewegung widerspiegeln.
Was immer wir mit unserem Körper tun, wie wir mit ihm umgehen, wie wir ihn einsetzen, welche Einstellung wir zu ihm haben, wie wir ihn bewerten, empfinden und welche Bedeutung wir dem Körper zuschreiben, all das ist geprägt von der Gesellschaft und der Kultur, in der wir leben.
Gemeinsam mit den Filmautoren Miriam Jakobs und Gerhard Schick verlässt die Choreographin Gerda König die Ebene des rein körperlichen unversehrten/versehrten Körpers und spürt diesen Zusammenhängen nach:

Im Dschungel Sri Lankas - Paradies und Kriegsschauplatz in einem; einem buddhistischem Tempel – Sinnbild für einen religiösen Ort, aber auch für die politischen Machenschaften der Mönche während des unlängst beendeten 30jährigen Bürgerkrieg in Sri Lanka; und in Christus Auferstehung – als eine der jüngsten Kirchen in Köln vom berühmten Architekten Gottfried Böhm im Stile des Brutalismus erbaut, ist diese Kirche zugleich Gotteshaus und Mahnung.

So unterschiedlich und gegensätzlich wie die Schauplätze, sind auch die Biographien und Körper der Darsteller: der klassisch ausgebildete Tänzer Mahesh erlebte als Kind den organisierten Widerstand hautnah mit, während Pushpa sich mit 19 Jahren als Soldat im Bürgerkrieg verpflichtete.

Credits:

  • Künstlerische Ltg./Choreographie: Gerda König
  • Tänzer: Mahesh Umagiliya, Saman Pushpa Kumara
  • Filmautoren: Miriam Jakobs und Gerhard Schick
  • Co-Choreographin:​ Gitta Roser (Outdoor-Performance)
  • Musik: Chinthaka Jayakodi
  • Kostüme: Mahesh Umagiliya
  • Licht: Gerd Weidig
  • Videotechnik: Gonzalo Rodriguez (Bühnenstück),
    ​Jürgen Salzmann (Outdoor-Performance)
  • P+Ö: mechtild tellmann kulturmanagement
  • Graphik und Gestaltung:​ Bernd Hartwig
  • Produktionsleitung: Anika Bendel
  • Produktionsasistenz: Sarah Mitter (Outdoor-Performance)

Eine Produktion der DIN A 13 tanzcompany, im Auftrag von VisAbility e.V., in Kooperation mit der Tanzfaktur Köln, dem Meranga Fine Arts Ensemble und dem Korea International Accessible Dance Festival Kiada.
Gefördert durch den Landschaftsverband Rheinland, das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, dem Kulturamt der Stadt Köln, der Schmitz Stiftung, der Kämpgen Stiftung und der Kunststiftung NRW.