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Video

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Manchmal erscheinen Teilaspekte eines Menschen so dominant, dass sie unsere gesamte Sichtweise auf ihn bestimmen. Ein Perspektivwechsel kann hingegen etwas völlig Neues im scheinbar allzu Bekannten zum Vorschein bringen. Und das Ganze ist immer mehr als die Summe seiner Bestandteile!

Eine Bühne mit drei weißen Wänden und weißem Boden bilden den Rahmen, sind Begrenzung und Projektionsfläche zugleich. Darin: drei TänzerInnen und mehrere Kameras. Sie tanzen, sie filmen, sie werden gefilmt, ihr realer Körper wird Teil der Projektion. Die Perspektiven verschieben und verschränken sich.

Begegnungen. Der harmonische Schein trügt die Gedanken hinter der Betrachtung. Beobachten und gesehen werden. Nicht gesehen werden wollen. Den anderen in Details auflösen. Das Augenfällige verrücken. Betrachter und Objekt der Betrachtung sein, Bild und Abbild, dabei Teil eines Gesamten: Ein Kaleidoskop entsteht und bildet das Spannungsfeld der neuen Produktion der DIN A 13 tanzcompany.

Gerda König wird unterschiedliche Betrachtungsperspektiven von Menschen choreografisch verdichten und dabei das Scheinbare in ein anderes Licht rücken. Videokunst nimmt hierbei die künstlerische Fragestellung auf und eröffnet eine weitere Ebene, die mit Live-Aufnahmen und künstlerischer Bearbeitung Wahrnehmungstäuschung und –verzerrung in ihrer Komplexität darstellt und ein permanent wechselndes Panoptikum zum Thema aufbaut.

Ein Spiel mit wechselseitigen Richtungen von gegenseitigen Blickpunkten, das die Ebenen durchmischt, Gedankenprojektionen Raum macht, die Sinne verwirrt und den Betrachter ins Geschehen einbezieht.

Credits

  • Choreografie: Gerda König
  • Choreografische Assistenz: Marc Stuhlmann
  • TänzerInnen: Ruben Reniers, Vinnie Straniero, Elvira Wuttke
  • Kostüme: Thomas Wien-Pegelow / saumselig
  • Musik: Markus Aust
  • Video / Videodramaturgie: Jürgen Salzmann
  • Lichtdesign: Gerd Weidig
  • Produktionsleitung: Gustavo Fijalkow
© MEYER ORIGINALS
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Presse

Mit der Kamera gegen die Bilder im Kopf

„in_FOCUS_out“ 
von DIN A 13 tanzcompany in der Wachsfabrik

Weißer Tanzboden, zwei Leinwände und zwei Kameras auf Stativen. Schon beim Betreten des offenen Bühnenraums in der Wachsfabrik ist offensichtlich: Im neuen Stück der Choreografin Gerda König wird Video eine große Rolle spielen...mehr

Christina-Maria Purkert 
theaterzeitung-koeln, aKT

Wie eine Hand riesig wird 

WACHSFABRIK
Tanztheater spielt mit Schein und Wirklichkeit

Am Anfang ist nur ein Knäuel zu erkennen, das da auf dem Boden kauert. Allmählich entwirrt sich das Ganze und zum Vorschein kommen die einzelnen "Bestandteile". Zwei Tänzerinnen und ein Tänzer lösen sich,...mehr

Ulrike Süsser
KStA, 25.02.2010