Gerda König

Künstlerische Leiterin, Choreographin und Tänzerin

Gerda König absolvierte das Studium der Psychologie an der Universität Köln. 1991 beginnt ihre intensive Beschäftigung mit dem Medium Tanz. Nach ihrer Mitarbeit im Ensemble Mobiaki und bei der Paradox-Dance-Company, gründet sie 1995 die DIN A 13 tanzcompany, die heute weltweit zu einer der führenden mixed-abled Tanzensembles zählt. Von Beginn an ist ihr choreografischer Werdegang geprägt von der Vision, die Bewegungsqualität „anderer Körper“ zu nutzten, um neue ästhetische Ansätze einer zeitgenössischen Tanzsprache zu entwickeln.

Als künstlerische Leiterin und Tänzerin des Ensembles inszeniert sie zahlreiche abendfüllende Produktionen, die auf internationalen Tanzfestivals in Europa, in Nord- und Südamerika gastieren. Ihre langjährigen Erfahrungen in der künstlerischen Arbeit von TänzerInnen mit und ohne körperliche Behinderung gibt sie bei diversen Auftragschoreographien, u.a. in den USA, Südafrika und Äthiopien, weiter.

2005 initiiert sie das Projekt „Dance meets differences“, um über den Tanz einen Austausch zwischen den Kulturen zu schaffen und neue mixed-abled Kompanien in verschiedenen Kontinenten zu etablieren. Seit 2005 entstanden in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut Koproduktionen mit regionalen und internationalen Künstlern in Äthiopien, Südafrika, Brasilien, Kenia, Ghana, dem Senegal, Venezuela, Sri Lanka und Israel.

Ihr choreografischer Forschungsansatz und ihr künstlerisches Schaffen sind seither geprägt von der kontinuierlichen künstlerischen Auseinandersetzung mit kulturellen Realitäten, Traditionen, politisch bedingten und sozial geprägten Gegebenheiten.
Dies verleiht ihren Choreografien eine unverkennbare Handschrift.

Im Rahmen der Tanzplattform Deutschland 2006 wurde Gerda König durch das Internationalen Theaterinstitut (ITI) als eine wichtige Vertreterin des zeitgenössischen Tanzes in Deutschland ernannt.